Buchtipp: ‚Unsere Welt neu denken‘

Eine Ö1-Rezension von ‚Unsere Welt neu denken‘ samt Interview mit Autorin Maja Göpel hat mich zum Nachhören und Weiterfragen inspiriert. Einige Gedanken dazu gebe ich wieder.

Die Welt ist an Wendepunkten angelangt. Corona führt uns vor Augen, wie fragil vieles ist – und was alles möglich ist. Maja Göpel sieht jetzt die Chance eines grundlegenden Umbaus unserer Welt, in der ein gutes Leben für alle möglich ist. Die zentrale Frage ist, ob wir uns so eine Welt vorstellen können.

Maja Göpel ist Politökonomin, Transformationsforscherin und ‚Wirtschaftsweise‘

Die Corona-Krise kann uns zum Überlegen bringen, worum es eigentlich geht. Die Autorin setzt die Menschen, ihr Potenzial, ihr Zusammenleben sowie die natürlichen Grundlagen unseres Lebens als große Ziele, denen andere Interessen unterzuordnen sind.

Die Konzentration auf diese Ziele ermöglicht auch, zu unterscheiden zwischen dem, was wir brauchen und dem was wir wollen. Das was wir wollen, wird durch massive Werbung forciert und steht oft im Widerspruch zu dem, was wir wirklich brauchen.

Der Aufruf, durch mehr Konsum die Welt zu retten, mag zwar in manchen Bereichen eine gewisse Berechtigung haben, langfristig wird es aber ohne Verzicht nicht gehen, meint Göpel. Sie plädiert in diesem Zusammenhang für eine intensive Rolle der öffentlichen Hand durch eindeutige Zielsetzungen. Wenn der Sinn vermittelt werden kann, so werden Vorgaben einer Regierung auch akzeptiert. Diese müssen sich an der Zukunft des ganzen Planeten orientieren. Wie diese im Optimalfall aussehen könnte, sollten wir – alleine oder noch besser gemeinsam – zu denken wagen.

So versteht sich auch der Untertitel zu diesem Buch: ‚Eine Einladung‘. Lassen wir uns auf sie ein!

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