Dringlichkeit erkannt: Klimanotstand von der Rieder Stadtgemeinde ausgerufen!

Am 4. Juli 2019 wurden Vertreter und Vertreterinnen von „Fridays for Future“ Ried im Innkreis Zeugen, als im Rathaus der Rieder Gemeinderat einstimmig(!) den Beschluss fasste, in unserer Heimatstadt den Klimanotstand auszurufen.

Als Mutter zweier Söhne und Vertreterin der „Parents for Future“ freut mich das außerordentlich! Ried ist damit die erste Stadt Oberösterreichs, die diesen Schritt getan hat. Die Stadt hat sich damit unter anderem verpflichtet, „so ehrgeizig wie möglich daran zu arbeiten, die kommunalen Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich zu reduzieren und langfristig zu beseitigen“. Ried will damit beitragen, die Treibhausgasemissionen bis 2030 deutlich zu reduzieren und bis zur Mitte des Jahrhunderts auf Null zu senken, um dem Ziel der Pariser Klimakonferenz, die durchschnittliche Erwärmung des globalen Klimas auf +1,5 Grad Celsius zu begrenzen, Rechnung zu tragen. Da die Erwärmung auf dem Festland stärker ausfällt als in Meeresregionen, wird selbst diese begrenzte Erwärmung hierzulande etwa doppelt so stark spürbar sein. Das merken wir schon jetzt – unter anderem an der Serie von Hitze-Rekordsommern und der Zunahme von Extrem-Wetterereignissen. Der Beschluss der Stadt Ried ist ein wichtiges Signal für den Klimaschutz, dem hoffentlich auch die entsprechenden Taten folgen!

Die „Fridays for Future“ freuen sich, über die ersten Schritte seitens der Politik vor Ort, wollen aber weiter nicht müde werden, auf die Notwendigkeit des raschen Handelns hinzuweisen. Die geplanten Aktionen in den Ferien sollten auch den Kritikern zeigen, dass Schulstreiks eine Maßnahme der politischen Einflussnahme sind und keineswegs ein leichter Weg, unliebsamen Schulstunden zu entkommen. Da wäre dann doch ein Kaffeehausbesuch bei weitem weniger anstrengend.

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