Klimakrise – Änderungen sind möglich und nötig

Univ.-Prof.in Helga Kromp-Kolb hat in Ried vor rund 200 Besucher/innen zum Thema „Klimakrise: Bedrohung und Chance“ gesprochen. Ihr Fazit: Die Klimakrise ist immer deutlicher zu spüren und intensiviert sich, aber Änderungen im individuellen als auch im politischen Bereich sind möglich und wirksam.

TRAFOS, unser Trägerverein, hat die bekannte Klimaforscherin Univ.-Prof.in Helga Kromp-Kolb für einen Vortrag zum Thema „Klimakrise: Bedrohung und Chance“ gewonnen, zu dem am Dienstag, 15.10.2019 rund 200 interessierte Zuhörer/innen kamen.

Kromp-Kolb belegte mit einer breiten Palette von Daten, dass der Klimawandel sich zuspitzt und dass er von uns Menschen gemacht wird. Mit Hilfe von wissenschaftlichen Szenarien verdeutlichte sie, dass der Klimawandel massive Veränderungen bringen wird, dass aber auch ein Umsteuern möglich ist, das die Auswirkungen deutlich abmildern würde. Wenn wir unsere CO2 Emissionen nicht auf Null reduzieren, so ist bis zum Ende des Jahrhunderts mit einer Erwärmung um bis zu 5o Grad zu rechnen, was unabsehbare Folgen hätte. Kinder, die jetzt geboren werden, müssten dann mit sich deutlich verschlechternden Lebensbedingungen zurechtkommen.

Dringend notwendig ist in den Augen der Klimaforscherin deshalb ein rasches Umsteuern sowohl in unseren privaten Lebensgewohnheiten als auch in der Gestaltung der Rahmenbedingungen durch die Politik. Jede/r kann im Bereich der Ernährung, der Mobilität oder des Wohnens zu einem nachhaltigen Lebensstil beitragen, der die Erderwärmung bremst und natürlich ist auch die Politik dringend gefordert Rahmenbedingungen zu schaffen, die unseren CO2 Ausstoss deutlichen verringern und den Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft zügig vorantreibt.

„Meine Enkerl sollen stolz auf mich sein!“ so überschreibt die Klimaforscherin in ihrem Buch „+2 Grad. Warum wir uns für die Rettung der Welt erwärmen sollten“ das letzte Kapitel und stellt klar, dass wir eine ganz konkrete Verantwortung für unsere Nachfahren haben und es ihnen schuldig sind, eine intakte und lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Sich mit der Thematik beschäftigen, sich mit anderen vernetzen und seinen eigenen Lebensstil zu ändern steigert das persönliche Glücksempfinden wesentlich mehr als Güter anzuhäufen und Einkommen zu steigern, ist die Expertin überzeugt.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse an  diesem Vortrag und fühlen uns auch in unserer Überzeugung bestätigt, dass Nachhaltigkeit ein zentraler Wert in unserem Leben sein soll“, so TRAFOS-Obmann Max Gramberger

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