Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!

Rieder Hauptplatz am 5. April 2019

Am 5. April 2019 versammelten sich auch am Rieder Hauptplatz die Jugendlichen der „Fridays for Future“ Bewegung, um den Erhalt einer lebenswerten Welt einzufordern. Nach dem Vorbild der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, welche, anstatt freitags in die Schule zu gehen, vor dem Parlament in Stockholm in Sitzstreik ging und Klimagerechtigkeit einfordert, schließen sich Schülerinnen und Studenten weltweit den Protesten an. Inzwischen werden sie auch von den Gruppen „Scientists for Future“ (Wissenschaftler für Zukunft), „Farmers for Future“ (Landwirte für Zukunft) und „Parents for Future“ (Eltern für Zukunft) unterstützt.

Viele Erwachsene kritisieren die Streiks, weil sie während der Unterrichtszeit stattfinden und das Schulunterrichtsgesetz dadurch verletzt wird. Genau das aber bezwecken die mutigen jungen Leute: „Wozu lernen, wenn es keine Zukunft gibt?“ oder „We will go to school if you keep our climate cool!“ (Wir werden wieder in die Schule gehen, wenn ihr unser Klima schützt) stand auf einem der zahlreichen Plakate, die die Schüler mitgebracht haben. Sie wollen aufrütteln, unbequem sein und gehört werden: „No intelligent species would destroy their only home & planet“ (Keine intelligente Art würde ihren einzigen Lebensraum zerstören). Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft überhören seit vielen Jahren die Botschaft der Wissenschaftler die lautet: Es braucht eine sofortige und energische Schritte, damit der CO2-Ausstoß unterhalb der bei der Pariser Klimakonferenz vereinbarten Grenzen bleibt. Österreich müsste seine Emissionen bis 2030 um 36% gegenüber 1990 verringern. Stattdessen steigen sie aber weiterhin, und die umweltpolitischen Maßnahmen sind unzureichend.

Umweltschutz und Klimaschutz sind auch zur sozialen Frage geworden. Die Menschen in den ärmeren Ländern und auch ärmere Menschen in unseren Breiten werden überproportional zu Opfern der Klimaerwärmung. Deshalb fordern die Vertreter der „Fridays for Future“: Climate Justice (Klimagerechtigkeit) und rufen auch in Ried: “What do we want? – Climate Justice! When do we want it? – Now!“  Sie fordern, dass endlich wirkungsvolle Maßnahmen gesetzt werden, um den Planeten zu retten, da das dafür vorhandene Zeitfenster nur wenige Jahre beträgt, wie seriöse Klimaforscher weltweit bestätigen.

Gleichzeitig darf sich jeder Einzelne, jede Einzelne fragen, was selber in puncto Konsum, Ernährung und Mobilität verändert werden kann, um die persönliche CO2 Bilanz zu verbessern.

Es ist Zeit zu handeln. Die Rieder Schülerinnen und Schüler und ihre Unterstützer machen darauf aufmerksam. Sie wollen nicht damit aufhören, bis wirkungsvolle Aktionen seitens der Politik gesetzt. Nächsten Freitag wieder!

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